Ich habe 17 Jahre lang gestottert. Was das bedeutet, weiß nur, wer es selbst erlebt hat — nicht einfach nicht sprechen können, sondern täglich spüren, wie andere dich einschätzen, bevor du auch nur einen Satz beendet hast.
Meine Lehrerin sagte mir einmal, ich sei dumm. Sie hatte keine Ahnung, dass hinter meinem Stottern ein Mensch steckte, der mehr wusste als er sagen konnte. Ich hatte längst gelernt, Umwege zu nehmen — nicht "Auto" sagen, sondern "Wagen", weil das leichter kam. Ich hatte Strategien entwickelt um dem Schmerz auszuweichen.
Was dabei entstand, habe ich erst viel später verstanden: ein Glaubenssatz. Einer der sich tief eingrub.